Skandal

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Was ist ein Skandal? Ein Skandal wird von drei Merkmalen getragen:

  1. Es gibt eine Normverletzung oder eine Grenzüberschreitung,
  2. Die Normverletzung wird bekannt (öffentlichwirksam),
  3. Der Fall löst eine kollektive Empörung aus.

Medien haben ein großes Interesse daran, Dinge und Ereignisse zu Skandalen zu machen. Ein Skandal erzeugt Aufmerksamkeit; genau diese Aufmerksamkeit brauchen Medien, die sich zu anderen Zeitungen, Magazinen, Fernsehsender und Internetplattformen in einer Konkurrenzsituation befinden. Daher ist das Interesse der Medien, etwas zu skandalisieren schon aus wirtschaftlichen Gründen gegeben. Das ist auch der Grund, warum Medien dazu neigen, Informationen, die sie veröffentlichen, inflationär zum Skandal zu erklären. Man zeichnet die eigene Nachricht als etwas aus, das unbedingt beachtet werden sollte – und ruft: „Skandal!“. Dadurch erhofft man sich höhere Auflagen, höhere Reichweiten und damit verbunden einen wirtschaftlichen Erfolg.

Fast täglich bieten Medien dem Publikum "Skandalisierungsvorschläge" an. Diese finden aber nicht immer einen fruchtbaren Boden, weil die Empörung des Publikums ausbleibt, oder nicht so massiv ist, wie es die Medien gerne haben würden.

Skandale sagen sehr viel über das herrschende Wertesystem aus. Eine Empörung entsteht nur dann, wenn das Wertesystem einer Gesellschaft getroffen ist. Man kann also an einem echten Skandal ablesen, welche Werte in einer Gesellschaft oder einer Kultur als verbindlich angesehen werden – und was unbedingt abgelehnt und mit mehr oder minder guten Argumenten verteufelt wird.[1]

Siehe auch

Quellen

  1. Medienwissenschaftler Prof. Dr. Bernhard Pörksen bei evangelisch.de